Kläranlage Bünde
Ultraschall zur Desintegration von Überschussschlamm als interne Kohlenstoffquelle zur verbesserten Denitrifikation
Kenndaten der Kläranlage
- Anlagengröße: 40.000 EW
- Belastung: 54.000 EW
- Biologische Abwasserreinigung:
- P-Elimination
- Intermittierende Nitrifikation und Denitrifikation bei einem Schlammalter von ca. 22 Tagen
- Zugabe von Methanol als externe Kohlenstoffquelle
- Nachklärbecken - Schlammbehandlung:
- Kein Primärschlamm
- Eingedickter Überschussschlamm - Überschussschlammeindickung: Siebband (12 Stunden Betrieb)
- Anaerobe Schlammstabilisierung: 2 Faultürme, mesophil, Verweilzeit: 40 Tage
- Faulschlammentwässerung: Zentrifuge
- Schlammentsorgung: Verbrennung
Ziel der Ultraschall Schlamm Desintegration
Nutzung des desintegrierten Überschussschlamms als interne Kohlenstoffquelle zur Verbesserung der Denitrifikation
Vorausgehende Erprobung des Ultraschal Disintegrationssystems
- Viermonatige Testphase (März 2006 – Juni 2006)
- Behandlung von 50% des Überschussschlamms mit einem 5 kW ULTRAWAVES Reaktor im 24 Stunden Betrieb und Einleitung ins Denitrifikationsbecken

Einbindung des Ultraschallreaktor bei der Schlammbehandlung
Ergebnisse
- Signifikante Reduktion der Stickstoff Konzentration im Ablauf (N < 3 Mg/L)
- Verzicht auf Methanol als externe Kohlenstoffquelle
- Überschussschlamm: Reduktion der Schlammmasse um 13%
- Reduktion des organischen Anteils
- Verbesserung der Schlammentwässerbarkeit um 2%
- Kein Schäumen oder Blähschlamm im Belebungsbecken.

Vergleich der N-Konzentration im Ablauf vor 2005 und währen des Ultraschalltestes 2006, und beschallte Schlammmenge im Zulauf des Denitrifikationsbeckens.
Amortisationszeit
Die Kosten für das Ultraschallsystem konnten vollständig mit der Abwasserabgabe verrechnet werden, da die Stickstoffkonzentration im Ablauf der Kläranlage durch den Ultraschalleinsatz deutlich reduziert wurde.
Full-Scale Installation
Im September 2006 wurde das ULTRAWAVES Ultraschallsystem auf der Kläranlage Bünde eingebaut und läuft seitdem im 24 Stunden Betrieb. 2007 schaffte die Kläranlage Bünde ein zweites ULTRAWAVES Ultraschallsystem zur Intensivierung der Schlammfaulung an.

Installierter Ultraschallreaktor und Eindicker auf der KA Bünde





