Kläranlage Leinetal
Einsatz von Ultraschall zur Intensivierung der aeroben Schlammstabilisierung
Kenndaten der Kläranlage
- Anlagengröße: 46.000 EW
- Belastung: 55.000 EW
- Biologische Abwasserreinigung: Bio-P Becken, Intermittierende Denitrifikation, Simultane P-Fällung (Fe3+) im Belebungsbecken, Nachklärung
- Schlammanfall: kein Primärschlamm, Eingedickter Überschussschlamm
- Überschussschlamm Eindickung: statische Eindickung
- Aerobe Schlammstabilisierung: 15 – 20 Tage Schlammalter
- Glühverlust: 75% GV (vor Testbetrieb)
- Schlammentwässerung: Zentrifuge
- Schlammkonditionierung: Kalkzugabe
- Schlammverwertung / -entsorgung: Landwirtschaft
Zielsetzung der Ultraschalldesintegration
- Intensivierung der aeroben Schlammstabilisierung, vermeidung des Baus eines zusätzlichen Belebungsbecken
- Unterbindung der Bildung von Bläh- und Schwimmschlamm
Test der Ultraschalldesintegration
- Dreimonatiger Test (Dezember 2002 – Februar 2003) mit 1 ULTRAWAVES Ultraschallreaktor à 5kW Dauerleistung
- 30%-ige Teilstrombehandlung des eingedickten Überschussschlammes im 24-Std. Betrieb mit 1 Ultraschallreaktor à 5 kW. Rückführung des beschallten Schlamms in die Belebungsbecken

Einbindung des Ultraschallreaktor in den Schlammbehandlungsprozess
Ergebnisse des Tests zum Einsatz der Ultraschalldesintegration
- Intensivierung der aeroben Schlammstabilisierung
- Reduzierung der zu entsorgenden Schlammmenge um 20% - Unterbindung der Bildung von Bläh- und Schwimmschlamm
- Rückgang der vorhandenen Schwimmschlammschicht
- Reduzierung des Schlammvolumenindex von 140 ml/g auf 85 ml/g

Reduktion der zu entsorgenden Schlammmenge auf der Kläranlage Leinetal
Full-scale Installation
Seit Juni 2003 ist ein ULTRAWAVES Ultraschallreaktor dauerhaft in Betrieb.
Amortisierung
Basierend auf den oben genannten Ergebnissen errechnet sich für die Kläranlage Leinetal eine Amortisationszeit der gesamten Investitionskosten von weniger als 3 Jahren. Vermeidung des Baus eines zusätzlichen Belebungsbecken

Installierter Ultraschallreaktor





